
Peelig 50% – was ist das und wie funktioniert es?
Ein 50%iges Peeling zählt zu den intensivsten Peelingbehandlungen in der ästhetischen Medizin und revolutioniert die Hautpflege und -verjüngung. Diese fortschrittliche dermatologische Behandlung nutzt hochkonzentrierte Säuren oder andere Wirkstoffe, die tief in die Hautstrukturen eindringen und dort eine kontrollierte Regeneration und Verjüngung anregen. Ein 50%iges Peeling ist keine zufällige Entscheidung – es ist ein präziser medizinischer Eingriff, der Fachwissen, Erfahrung und sorgfältige Vorbereitung erfordert.
Was genau ist ein 50% Peeling?
Ein 50%iges Peeling ist eine chemische Behandlung mit exfolierenden Substanzen in einer Konzentration von 50 Prozent. Diese Zahl bezieht sich auf die Konzentration des Wirkstoffs im Präparat; das heißt, die Hälfte des Produktvolumens besteht aus reiner Säure oder einer anderen exfolierenden Substanz. Aufgrund dieser sehr hohen Konzentration zählt diese Art von Peeling – je nach Art der verwendeten Säure und Einwirkzeit – zu den mittel- bis tiefenwirksamen Behandlungen.
Der Name „Peeling“ leitet sich vom englischen Wort „to peel“ ab und beschreibt die Behandlung treffend. Ein 50%iges Peeling wirkt durch kontrollierte Schädigung der Epidermis und oft auch der oberen Dermisschichten und regt so die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers an. Als Reaktion auf diese „Schädigung“ beginnt die Haut intensiv neue Zellen, Kollagen und Elastin zu produzieren, was zu einer sichtbaren Verbesserung ihres Aussehens und ihrer Struktur führt.
Ein 50%iges Peeling ist keine Behandlung für zu Hause. Aufgrund der hohen Konzentration an Wirkstoffen und des potenziellen Komplikationsrisikos sollte es ausschließlich von qualifizierten Fachkräften – Dermatologen, Ärzten für ästhetische Medizin oder ausgebildeten medizinischen Kosmetikerinnen – in entsprechend ausgestatteten Praxen durchgeführt werden. Es ist wichtig zu betonen, dass sich die Behandlungen trotz des gleichen Namens „50%iges Peeling“ je nach verwendeter Säureart deutlich unterscheiden können. Ein 50%iges Glykolsäure-Peeling wirkt anders als ein 50%iges Brenztraubensäure- oder Ferulasäure-Peeling. Jedes dieser Produkte hat seine eigenen spezifischen Eigenschaften, Eindringtiefen und Indikationen.
Arten von 50% Peelings
Ein 50%iges Peeling kann verschiedene Wirkstoffe mit jeweils einzigartigen Eigenschaften und Anwendungsgebieten enthalten. Hier sind die wichtigsten Arten:
50% Glykolsäure-Peeling
Glykolsäure ist eine der beliebtesten AHAs (Alpha-Hydroxysäuren) in Peelings. Sie hat das kleinste Molekül aller Fruchtsäuren und kann daher tief in die Haut eindringen. Ein 50%iges Glykolsäure-Peeling ist eine mitteltiefe bis tiefe Behandlung, die abgestorbene Hautzellen effektiv entfernt, die Zellerneuerung anregt und die Kollagensynthese verbessert. Diese Peelingart ist besonders wirksam bei Lichtalterung, Pigmentflecken, feinen Linien, vergrößerten Poren und ungleichmäßiger Hautstruktur. Es wirkt zudem gegen Akne, indem es die Talgproduktion reguliert und die Poren reinigt. Glykolsäure spendet Feuchtigkeit, wodurch dieses Peeling auch für trockene Haut geeignet ist.
50% Pyruvinsäure-Peeling
Pyruvinsäure ist ein innovativer Inhaltsstoff in der ästhetischen Dermatologie, der die Eigenschaften von AHA- und BHA-Säuren vereint. Ein 50%iges Pyruvinsäure-Peeling wirkt tiefer als herkömmliche Fruchtsäurepeelings und dringt sowohl in die Epidermis als auch in die Dermis ein. Es besitzt stark aufhellende, Anti-Aging- und Anti-Akne-Eigenschaften.
Ein besonderer Vorteil von Pyruvinsäure ist ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Hyperpigmentierung, einschließlich Melasma, die oft resistent gegen andere Behandlungsformen ist. Sie ist zudem besser verträglich für dunkle und gebräunte Haut, da sie seltener postinflammatorische Hyperpigmentierung verursacht. Darüber hinaus besitzt Pyruvinsäure antibakterielle und talgregulierende Eigenschaften und ist daher ideal für zu Akne neigende Haut.
50% Salicylsäure-Peeling
Salicylsäure gehört zur Gruppe der BHA (Beta-Hydroxysäuren) und ist fettlöslich. Dadurch kann sie tief in die Poren eindringen und diese effektiv reinigen. Ein Peeling mit 50 % Salicylsäure ist eine Tiefenbehandlung, die sich besonders für fettige, zu Akne neigende Haut und Haut mit sichtbaren Poren eignet. Dieses Peeling wirkt stark keratolytisch (löst Hornhaut), entzündungshemmend und antibakteriell. Es reduziert die Talgproduktion, befreit die Poren von Mitessern und beugt der Entstehung neuer Akneausbrüche vor. Salicylsäure ist auch wirksam bei der Behandlung von seborrhoischer Dermatitis und Psoriasis.
50 % Milchsäurepeeling
Milchsäure ist eine mildere AHA-Säure, die neben ihrer peelenden Wirkung auch stark feuchtigkeitsspendend wirkt. Ein 50%iges Milchsäurepeeling eignet sich für empfindliche, trockene und feuchtigkeitsarme Haut, die aggressivere Behandlungen nicht verträgt. Milchsäure verbessert die Hautfeuchtigkeit, hellt Pigmentflecken auf, glättet feine Linien und verbessert das Hautbild insgesamt. Sie lindert außerdem wirksam die Symptome von Rosacea und reduziert Rötungen. Aufgrund ihrer sanfteren Wirkung kann ein 50%iges Milchsäurepeeling mit entsprechendem Sonnenschutz auch im Sommer angewendet werden.
50% Ferulasäurepeeling
Ferulasäure ist ein starkes Antioxidans, das die Haut vor Schäden durch freie Radikale und UV-Strahlung schützt. Ein Peeling mit 50 % Ferulasäure ist eine relativ neue, aber äußerst vielversprechende Behandlung in der ästhetischen Dermatologie. Diese Art von Peeling ist besonders wirksam bei der Behandlung von Lichtalterung, Pigmentflecken und Falten. Ferulasäure verstärkt die Wirkung der Vitamine C und E und steigert so deren antioxidative Eigenschaften. Es eignet sich für alle Hauttypen, auch für empfindliche und reaktive Haut.
50% Mandelsäure-Peeling
Mandelsäure ist eine AHA-Säure mit größerer Molekülgröße, wodurch sie langsamer und sanfter in die Haut eindringt als Glykolsäure. Ein 50%iges Mandelsäure-Peeling ist eine mitteltiefe Behandlung, die von den meisten Hauttypen, auch von empfindlicher und dunkler Haut, gut vertragen wird. Mandelsäure wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und aufhellend. Sie wird besonders für zu Akne neigende Haut, Haut mit postinflammatorischer Hyperpigmentierung und zur Vorbereitung auf tiefergehende Behandlungen empfohlen. Aufgrund ihrer sanfteren Wirkung kann sie häufiger angewendet werden als andere 50%ige Peelings.
50% Peeling – Wirkung, Effekte und Anwendung
Das 50% Peel ist eine fortschrittliche kosmetische Behandlung, die auf mehreren Ebenen wirkt, die Hauterneuerungsprozesse anregt und den Hautzustand verbessert. Eine hohe Säurekonzentration bewirkt ein kontrolliertes Peeling der Epidermis, entfernt abgestorbene Hautzellen und legt eine jüngere, gesündere Hautschicht frei. Der Wirkmechanismus beruht auf einer gezielten, aber schonenden Schädigung der äußeren Hautschichten, wodurch die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers aktiviert werden. Fibroblasten in der Dermis beginnen intensiv mit der Kollagen- und Elastinproduktion, was die Hautfestigkeit, Elastizität und Struktur nach und nach verbessert.
Zusätzlich stimuliert das Peeling die Mikrozirkulation und erhöht so die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Zellen. Dies führt zu einer schnelleren Hautregeneration und einem strahlenderen, gesünderen Teint. Viele der in dieser Behandlung verwendeten Säuren – insbesondere BHAs – regulieren die Talgproduktion, reduzieren fettige Haut und beugen Mitessern und Unreinheiten vor. Das 50% Peel trägt außerdem zur Aufhellung von Pigmentflecken bei, indem es die Tyrosinase hemmt, das Enzym, das für die Melaninproduktion verantwortlich ist. Dadurch wird der Hautton ausgeglichen, Pigmentflecken werden aufgehellt und das frische Aussehen der Haut wiederhergestellt.
Säuren wie Glykol- und Milchsäure besitzen feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, indem sie Wasser in der Epidermis binden. Dadurch wird die Haut nicht nur glatter und strahlender, sondern auch besser mit Feuchtigkeit versorgt und elastischer. Ein 50%iges Peeling kann zudem feine Linien reduzieren, die Hautstruktur verbessern und die hauteigenen Erneuerungsprozesse anregen.
Diese Behandlung wird zur Behandlung zahlreicher dermatologischer und ästhetischer Probleme eingesetzt. Sie eignet sich hervorragend zur Bekämpfung von Lichtalterung und Falten, verbessert die Hautfestigkeit, Elastizität und das gesamte Erscheinungsbild, reduziert sonnen-, hormonelle und postinflammatorische Verfärbungen und unterstützt die Behandlung von Akne und Aknenarben. Darüber hinaus reinigt und verfeinert sie die Poren, gleicht Unebenheiten aus und verleiht der Haut Geschmeidigkeit und ein ebenmäßiges Hautbild. In manchen Fällen wird ein 50%iges Peeling eingesetzt, um die Haut auf weiterführende Behandlungen wie Lasertherapie oder Mesotherapie vorzubereiten und deren Wirksamkeit und Endergebnisse zu optimieren.
Kontraindikationen für ein 50% Peeling
Obwohl ein 50%iges Peeling zu den effektivsten hautregenerierenden Behandlungen zählt, ist es nicht immer sicher durchführbar. Vor dem Eingriff ist eine gründliche Beurteilung des Hautzustands und des allgemeinen Gesundheitszustands des Patienten unerlässlich, da es eine Reihe von Kontraindikationen gibt, die die Anwendung eines so wirksamen Präparats ausschließen oder einschränken.
Absolute Kontraindikationen sind Schwangerschaft und Stillzeit, aktive bakterielle, virale oder Pilzinfektionen der Haut sowie aktiver Herpes. Das Peeling sollte außerdem nicht auf offenen Wunden, Hautläsionen, frisch gebräunter Haut oder akuter Akne durchgeführt werden. Personen mit Autoimmunerkrankungen der Haut, Wundheilungsstörungen oder einer Neigung zu hypertrophen Narben (Keloiden) wird von einem Peeling abgeraten. Weitere Kontraindikationen sind die Einnahme von oralem Isotretinoin innerhalb der letzten sechs Monate und eine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe.
Es gibt auch relative Kontraindikationen, die eine individuelle Beurteilung durch einen Spezialisten erfordern. Dazu gehören kürzlich durchgeführte Laser- oder chirurgische Eingriffe, nach denen eine Wartezeit von mindestens 2–4 Wochen empfohlen wird, sowie die Anwendung topischer Retinoide, die einige Tage vor dem Peeling abgesetzt werden sollte. Besondere Vorsicht ist geboten bei Personen mit erweiterten Kapillaren, seborrhoischer Dermatitis im akuten Stadium, Rosacea oder Pigmentstörungen. Bei dunkleren Hauttypen (IV–VI) sind eine sorgfältige Vorbereitung und die Wahl des geeigneten Säuretyps erforderlich, um das Risiko von Reizungen und Verfärbungen zu vermeiden.
Jeder Behandlung geht ein ausführliches kosmetisches oder dermatologisches Beratungsgespräch voraus, in dem der Spezialist den Hautzustand beurteilt, mögliche Kontraindikationen bespricht und das passende Peeling auswählt. Nur eine professionelle Vorgehensweise und eine individuelle Patientenbeurteilung gewährleisten die Sicherheit und zufriedenstellende Ergebnisse der Behandlung.


